München hat ein Problem mit den Wertstoff-Containern

Damit München schöner und besser wird • Stoppt die Wertstoff-Container!

Lärm, Schmutz, Sperrmüll, Hygiene-Missstände

Wertstofftonnen für  Glas, Dosen und Plastik im Holsystem sind eine moderne Lösung.

Mit Holsystem mehr sammeln:

weniger Plastik im Hausmüll und Schluss mit Müll auf der Straße.

Alibi-Container. Diese Container haben nur den einen Sinn, das Verpackungsgesetz und ein Recycling zu unterlaufen und pro forma die Gesetzesauflagen zu erfüllen.

Der AWM kann nur Verbrennen. Hätte der AWM Recycling-Kompetenzen, dann gäbe es in München schon heute die Wertstofftonne im Holsystem.

Flaschen, Plastik, Papier, Biomüll und Hausmüll

im Holsystem - Hallo AWM, es geht auch anders

 

Ludwigsburg holt sogar die Flaschen an der Haustüre ab. Ja, das geht! Es gibt dort zwei Grüne Tonnen: RUND und FLACH. In RUND werden Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Metall gesammelt und später recycelt.

In FLACH werden Papier, Pappe und Kartonagen gesammelt und ebenfalls recycelt.

link: So sammelt Ludwigsburg!

Auch spannend: Die Null-Müll-Stadt in Italien

Bund Naturschutz: Broschüre Plastikmüll

Der AWM verwendet bei der Diskussion zu den Containern oft nicht zutreffende Daten

 

Hier die korrekten Fakten zum Recycling und den umweltschädlichen Umgang mit dem Müll in München.

Faktencheck: Duales System

Müll München: Das bessere Müllkonzept

Analyse: München, ein Umweltsünder

Verlängerung  der Müll-Container und des Bringsystems um weitere drei Jahre

 

Derzeit bereitet der AWM still und unbemerkt die Vertragsverlängerung der Container und des Bringsystems um weitere drei Jahre, trotz der Proteste der Bürger und gegen alle Vernunft, vor.

Die Alternative für ein Holsystem und die gelbe Tonne wird vom AWM nicht einmal erwogen oder diskutiert.

 

Positiv ist der BA-Antrag der FDP in einigen Stadtteilen die gelbe Tonne einzuführen: Der Antrag der FDP

 

Der Antrag der ÖDP auf  Behandlung der Vertragsverlängerung im Stadtrat.

 

Die grün-rote Stadtratsmehrheit macht Wahlkampf mit ökologischen Parolen. Es ist höchste Zeit, dass die Stadtpolitiker diese auch umsetzen.

München sammelt nur 5 Kg Plastikmüll pro Einwohner. Bundesweit werden über 30 Kg gesammelt – mit der gelben Tonne im Holsystem.

Umweltsünder AWM, statt Recycling, verbrennt München den Plastikmüll und produziert jährlich 75 000 Tonnen CO2.

Glascontainer raus aus reinen Wohngebieten mit 50 bis 70 Meter Abstand zu bewohnten Flächen.

Aktuelles:

Über eine Lizenzgebühr für Verpackungen bezahlen wir das nachhaltige Recycling für Plastik, Glas und Dosen sowie eine mögliche direkte Abholung am Haus in einer Wertstofftonne.

Die Stadt München und der AWM verhindern diese ökologische Lösung. Die Folge?

 

Plastik wird zusammen mit dem Hausmüll verbrannt und die Container verbreiten Schmutz und Lärm. Die Münchner bezahlen doppelt Müllgebühren für die Kunststoffverpackungen. Einmal über die Lizenz, die im Verkaufspreis enthalten ist und ein zweites Mal über die Gebühren für den Hausmüll, wo der Plastikmüll landet.

Wo Glas gekauft wird, kann auch Glas abgegeben werden.

Nachhaltig mit Ressourcen umgehen, nur was gesammelt wird, kann recycelt werden.

Glascontainer besser dämmen und aufstellen, wo diese nicht stören. Einkaufsmärkte, Getränkemarkt, S-Bahn-Station, Gewerbe-Mischgebiete …

Die TV-Sendung vom 28.6.2020

im BR 3 Fernsehen.

Hallo-München am 17.10.2020

Kampf für die gelbe Tonne

Münchner Merkur am 10.10.2020:

Tranzparenz zu Abstimmungsvertrag

Aktuelle Studie Bundesumweltamt: München ist Recycling-Schlusslicht

Müll zieht Müll an. Statt Container,

Holsystem für Verpackungsmüll.

Kontakt

Warum werfen die Münchner Ihren Abfall auf die Straße?

Gegenfrage, warum stellt die Stadt München Abfallcontainer an die Straße?

Nur in München

Wer aus einer anderen Stadt in Deutschland zum ersten Mal nach München kommt, wundert sich wahrscheinlich über die gelben  Container und die unschönen Müllablagerungen davor. Bis auf einige Ausnahmen wie in der Altstadt, im Lehel oder im Herzogpark finden sich diese in allen Stadtvierteln und sind für Anwohner und viele andere Bürger oft ein großes Ärgernis für Lärm, unhygienischen, stinkenden Abfall und Sperrmüll oder anderen Müll-Vandalismus.

Tatsächlich gibt es weder in Würzburg, in Nürnberg, in Augsburg oder anderen großen bayerischen Städte diese Müllcontainer für Verpackungen.

Ja, auch in ganz Deutschland ist das so. Denn etwa 95 Prozent der Kommunen regeln in Deutschland   nach Auskunft des Dualen Systems die Abholung des Verpackungsmülls an der Haustür in gelben Tonnen oder gelben Säcken.

Auch dies ist nicht ohne Probleme. Müll bleibt Müll. Aber zumindest landet der unhygienische, stinkende  Abfall so nicht auf der Straße. Zudem können dann die Flaschencontainer reduziert und an wenig lärmempfindlichen, sozial verträglichen Plätzen aufgestellt werden.

Es sind Bürger, die den Müll auf die Straße werfen und es ist die Stadt, die diese Container an der Straße und wenig geeigneten Plätzen aufstellen lässt und so das Signal zum Müllabladen setzt. Regeln ohne Sanktionen beeindrucken viele Bürger nicht. Die Ordnungswidrigkeit wird nur selten geahndet.

Container an der Straße:

• Lärm

Flascheneinwurf rund um die Uhr. Schallungedämmte Container

Unnötiger Autoverkehr

 

• Hygiene

Abgestellte Müllsäcke auch mit Speiseresten.

Das lockt Ungeziefer, Mäuse und Ratten an. Müll verteilt sich vor dem Standplatz und über die Straße und den Gehweg.

 

• Müllvandalismus

Sperrmüll, Problemmüll und bisweilen Gefahrenstoffe werden abgeladen. Müllcontainer setzen das falsche Signal an Bürger, die hier ohne echte Kontrolle jeden Müll abladen. Bürger wollen am liebsten jederzeit ihren Müll entsorgen, egal ob das Anwohner stört. Leider eine Realität und die Stadt setzt keine wirksamen Maßnahmen dagegen.

Die Situation

Seit vielen Jahren ertragen die Bürger und insbesondere die Anwohner eine Misswirtschaft durch Müll-Container. Zu den Fakten:

• Der Lärm – die Schallausbreitung von Glas auf Glas verteilt sich nach wie vor ohne Dämmung beim Einwurf, trotz gegenteiliger Beteuerungen der Betreiber, die Container seinen schallgedämmt.

Der Flascheneinwurf passiert auch außerhalb der Einwurfzeiten, morgens, in der Nacht, am Sonn- und Feiertag, ohne dass Maßnahmen dagegen möglich sind oder vom AWM oder dem Betreiber geeignete Schritte vorbereitet werden.

• Hygiene – stinkende und unhygienische Zustände werden billigend in Kauf genommen, Bürger müssen sie ohnmächtig hinnehmen. Flaschen, Abfall und Mülltüten mit Speiseresten stehen oft vor dem Standplatz als Gefahrenpotenzial, das Ungeziefer, Mäuse und Ratten anlockt.

• Müllvandalismus durch Sperrmüll wird von den Stadtpolitikern billigend durch Wegschauen in Kauf genommen. Fahrzeuge, auch von außerhalb der Stadt, laden ihren Müll ab und behindern den Verkehr. Volle Tonnen werden nicht geleert und der Müll und die Flaschen stapeln sich an der Straße.

Dass alle Bürger sich an Regeln halten und sozial mitdenken, sind ein Wunschdenken. Häufigste Ausrede für Flascheneinwürfe außerhalb der Zeiten: »Wenn Müllabladen hier stört, soll doch die Stadt  einen anderen Platz auswählen.« Die Anwohner werden alleine gelassen und sollen sich arrangieren.

Sperrmüll und geplatzte Müllsäcke

Kleintiere, wie Mäuse, freuen sich

Das nackte Innenleben der lärmungedämmten Flaschencontainer

Müllsäcke auf der Straße

Direkt am Schulweg für Kinder

Warum stehen diese hässlichen Containern am Straßenrand?

Gegenfrage, geht das auch anders?

Warum ist das so?

Die Verpackungsindustrie und die Verkaufsstellen wie Drogerien und Discounter  entledigen sich über eine Lizenzgebühr an das Duale System von der Pflicht die Verpackung zurückzunehmen. Diese Gebühren werden auf die gekauften und verpackten Produkte aufgeschlagen. Das Duale System sammelt dafür den Plastikmüll ein und verpflichtet sich diesen wieder bestmöglich zu recyceln. Die Stadt München bestimmt den Durchführungsweg, also ob der Verpackungsmüll über Container eingesammelt wird (die Verbraucher bringen dann den Müll zum Container) oder wie in 95 Prozent aller Kommunen in Deutschland über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne, die an der Haustüre abgeholt werden. Die Konsumenten bezahlen also selbst über die Lizenzgebühr für die Entsorgung über die Container, die vor Ihrer Haustüre an der Straße stehen.

Die Stadt bekommt 1,60 Euro je Quadratmeter Standgebühren für diese Standflächen von den Firmen Wittmann und Remondis, die für das Duale System den Verpackungsmüll und die Flaschen einsammeln.

Sie wollen aber nicht, dass diese von Ihnen mitfinanzierten, hässlichen, lärm- und schmutzproduzierenden Container vor Ihrer Haustüre an der Straße stehen? Leider werden wir, die Bürger, vom AWM bei der Standplatzgenehmigung nicht gefragt. Besonders betroffen sind davon die Anwohner.

Das Duale System

und seine Dienstleister berufen sich auf  über 25 Jahre alte Genehmigungen wählen Standorte aus, die vom AWM  geprüft und genehmigt werden.

 

Die Stadt München

hat den Durchführungsweg für das Bringsystem beschlossen.

 

Die Abfallwirtschaft (AWM)

vergibt die Standplatz-Genehmigungen an das Duale System ohne Rücksprache mit den Anwohnern, will sonst aber mit der Sache nichts zu tun haben.

 

Die Bezirksausschüsse

lehnen regelmäßig die Anträge auf Verlegung oder Abschaffung der Container ab und belehren die Bürger über die rechtlich unanfechtbare Situation.

Bei Protest: Textbausteine

Es ist eine Entscheidung des Stadtrates und der Stadt München, dass diese stinkenden Container an der Straße stehen. Zwar bekommt die Stadt eine Standgebühr, kümmert sich aber sonst nicht um die Probleme und Missstände und verweist darauf, dass dies Sache des Dualen Systems und Ihrer Dienstleister sei. Damit habe man nichts zu tun.

 

Als engagierter Bürger haben sich schon mal wegen Müll, Lärm und Sperrmüll beschwert bei dem Betreiber der Sammelcontainer,  haben beim Bezirksausschuss um Schließung oder Verlegung des Platzes gebeten, haben den Oberbürgermeister und die Abfallwirtschaft München (AWM) angeschrieben, diesem Bilder von den Missständen beigelegt. Alles ohne Erfolg. Außer ein paar vorgefertigten Textbausteinen (Text1 und Text2 ) die mit der Wirklichkeit nichts gemein haben, wenn überhaupt, war nichts dabei, was die Situation hätte verbessern können. Sie können sich zwar über alles beschweren, werden aber ignoriert. Der Protest Einzelner verhalt ungehört und erzeugt keinen politischen Druck, so das Kalkül bei der Stadtpolitik und dem Amt für Abfallwirtschaft mit ihrer Kommunalreferentin.

Zwar schreiben die Wochenblätter und die Süddeutsche Zeitung bisweilen kritisch zu dieser Situation, aber Probleme still auszusitzen und im Sande verlaufen zu lassen, darin haben Politiker und Verwaltung viel Erfahrung.

Wussten Sie schon, dass diese Verpackungs-Container Ihren Zweck verfehlen?

Gegenfrage, und warum ändert dann niemand etwas?

Fakten werden ignoriert

Argumentiert wird für die Wertstoffinseln ja gerne mit der Notwendigkeit, dass Plastik und Flaschen der Wiederverwertung zugeführt werden müssen. Deshalb müssen auch die Container von den Anwohnern toleriert werden.

 

Da mutet in diesem Zusammenhang aber die Auskunft des Dualen Systems mit Zahlen aus 2018 seltsam an. Werden im Bundesgebiet 32 kg pro Kopf und Jahr Verpackungsmüll meist über das Holsystem, also Gelbe Tonnen und Säcke  eingesammelt, so sind es in München nur 5,6 kg pro Kopf und in Bayern rund 21 Kg. Statista spricht von insgesamt rund 39 Kg Verpackungsmüll in Deutschland pro Kopf im Jahr.

Die Kunststoffsammelquote in München liegt bei rund 15 Prozent im Vergleich zum Bundesdurchschnitt – 5 Kg zu 32 Kg. Da die Sammelquote gesetzlich über ganz Bayern nachgewiesen wird, profitiert München von den höheren Sammelergebnissen landesweit. München alleine erfüllt die gesetzlich vorgegebene Sammelquote bei weitem nicht.

 Recycelt werden können beim eingesammelten Plastik etwa 60 Prozent wie der Sortierbetrieb Heinz hier am Flughafen mitteilt. Das Duale System geht eher von der Hälfte aus.

 

 Ja, in keinem anderen Gebiet in Deutschland ist die Sammelmenge für Plastik so gering wie in München, nach Auskunft des Dualen Systems. Das liegt an den nicht akzeptierten Containern und dem Bringsystem. Ganz Deutschland weiß, dass dieses System  nicht funktioniert. Zumal es nicht möglich ist in der Innenstadt mehr Container aufzustellen. Aber München und der AWM ignorieren diese Fakten.

Auf schriftliche Nachfrage im AWM bekamen wir nur die Auskunft, dass man über die Sammel- und Recyclingquote für Plastik in München nichts wüsste, das sei Sache des Dualen Systems.

Nur 5,6 kg pro Kopf

Werden deutschlandweit 32–35 kg pro Kopf Verpackungsmüll eingesammelt, so sind es in München nur 5,6 kg (2018)

Daten zur Bayerischen Sammelquote

 

Bringsystem

Den Verpackungsmüll zu den Containern bringen, funktioniert nicht in einer Großstadt und  erzeugt nur ein geringes Sammelergebnis. Die Container sind ständig voll oder zu weit weg. Der Plastikmüll landet in der grauen Tonne und wird verbrannt.

 

Recyclingquote

Recycelt werden kann nur was vorher gesammelt wird. Die Sammelquote in München ist lächerlich gering und verfehlt die gesetzlich vorgegebene Sammelquote  bei weitem.

 

Plastik wird verbrannt

Da der Münchner Verpackungsmüll größtenteils im Hausmüll landet wird dieser in der  Müllverbrennungsanlage verbrannt. Zum Verfeuern eignet sich Plastik wegen des Erdölanteils besonders gut. 1,3 kg CO2 entstehen dabei pro Kg zusätzlich gegenüber dem Recycling. Ökologisch und nachhaltig ist das nicht.

Die Münchner Müll-Lüge

Kaum vorstellbar, dass die Fachleute von dieser geringen Sammelquote keine Ahnung haben, die wollen das einfach nicht sagen. Warum die Stadt München entgegen aller Argumente und Nachteile  an den Verpackungsmüllcontainern festhält und trotz vielfältiger Bürgerproteste sein Konzept nicht ändern will, darüber kann man nur spekulieren.

 Schließlich gibt es in allen großen Städten in Deutschland eine Gelbe Tonne, über die Verpackung und Dosen eingesammelt werden, nur eben in München nicht. Ein oft vermuteter Grund ist die neue große überdimensionierte Müllverbrennungsanlage, die besonders gut brennt, wenn Plastik darunter gemischt wird.

Lesen Sie dazu die »Müll-Lüge« in der  Münchner tz. Gegenteilig wird auch berichtet, dass der Plastikanteil im Münchner Hausmüll zu hoch sei und deshalb in der Müllverbrennungsanlage sogar Schwierigkeiten macht. Wen wundert's? Nachhaltig und ökologisch ist das nicht, wenn wie derzeit üblich Plastik als Brennstoff verheizt wird.

Es ist nur schwer zu erklären, warum die mangelnde Sammelquote geduldet wird, mit all den negativen Erscheinungen von Schmutz, Lärm, Vandalismus. In München ist der Hausmüll mit viel Verpackungsmüll angereichert. Das Duale System rechnet vor, dass beim Verbrennen gegenüber dem Recycling zusätzlich 1,3 kg CO2 in die Umwelt gepustet werden.

 Mehr dazu im Papier des Bund Naturschutz

Warum macht München dies, eine Stadt, die so gerne ein grünes, lebenswertes Image vorgibt. Stört die Politiker nicht der Müll auf der Straße?

Ist dieser Müll ein Geschäft und der Müll gehört nur dann der Stadt, wenn er nicht in die Sammeltonne des Dualen Systems geworfen wird? Es ist verrückt.

Übrigens wird nicht recycelbarer Plastikabfall unter anderem als Ersatzbrennstoff in Zementwerken verwendet. Der Münchner Hausmüll mit dem hohen Kunststoff-Anteil landet in der Müllverbrennung und produziert rund  75 000 Tonnen CO2 jährlich.

Was sind die Argumente der Abfallwirtschaft München?

Gegenfrage, und warum erzählen die Fachleute Märchen, statt sich die Realität anzusehen?

Gegen jede Vernunft

Jeder Bürger hört den Lärm in den Wohngebieten, den die Flaschencontainer verursachen und sieht den Sperrmüll und die teils aufgebrochenen Müllsäcke auf der Straße vor den Containern. Nun müsste es doch ein einfaches sein, die Müll-Fachleute vom AWM und die Kommunalreferentin auf die Missstände aufmerksam zu machen, damit diese eine sinnvolle Veränderung erarbeiten und beschließen können.

Vorbilder gibt es genügend: Ob in Essen, Berlin oder Dortmund, ob in Hamburg, Nürnberg oder Augsburg, in allen großen Städten in Deutschland gibt es eine Gelbe Tonne oder einen Gelben Sack für Verpackungsabfall und Dosen, die direkt im Haushalt vom Dualen System abgeholt werden. Und in allen Landkreisen rund um München sind die Plastik-Wertstoffcontainer längst abgeschafft. Flaschencontainer sind dort tatsächlich lärmgedämmt und stehen an dafür geeigneten, wenig lärmsensiblen  Standorten.

Zudem zahlen Münchner doppelt für Ihren Verpackungsmüll: Einmal als Lizenz auf Verpackungen und ein zweites Mal, wenn der Plastikmüll im Hausmüll landet

Sie wollen also den AWM auf die Missstände hinweisen und legen vielleicht noch ein paar Bilder dazu? Das oder so ähnlich lesen sich dann die  Antwortbausteine der Werkleitung des AWM: (lesen Sie die Textbausteine des AWM: Text 1 und Text 2)

 

Qualität vor Quantität

 

In den Wertstoffcontainer wird besonders sortenrein gesammelt. Weniger, aber besser. (Aussage AWM)

 

Hier werden vom AWM die Fakten verdreht. Bei 5,6 Kg pro Kopf Sammelmenge in München zu 32 Kg im Bundesdurchschnitt ist das Argument absurd. Zudem bestätigen die Sortierbetriebe, die Fa. Heinz und die Fa. Wurzer nicht, dass der Münchner Plastikabfall aus den Containern besonders sortenrein sei.  Die Fa. Wurzer hat sogar festgestellt, dass der Verpackungsabfall aus den Gelben Säcken in den angrenzenden Landkreisen sortenreiner ist, als der Plastikabfall aus den Münchner Containern.

Nur in sehr kleinen Gemeinden sind sind weniger Fehlwürfe in Wertstoff-Containern festzustellen. Störstoffe sind zudem durch moderne Sortiersysteme sehr gut  auszusondern.

 

Auch die Münchner tz kommt in dem Artikel »Die große Müll-Lüge« zum gleichen Rechercheergebnis wie wir. Dr. Hartmut Hoffmann, Sprecher des Arbeitskreises Rohstoffe im Bund Naturschutz erklärt in der Geschichte in der Münchner tz : »Die Stadt München ist sehr verbrennungsfreudig. München ist bundesweit ein Negativ-Beispiel, wie man es nicht macht.« Verbrennen ist die schlechteste Verwertung, die es für den aufwendig hergestellten Kunststoff gibt.

 

 Auch die wissenschaftliche  Studie des Umweltbundesamtes rät im Fazit auf Seite 156 vom Container Bringsystem ab und empfiehlt vorbehaltlos das Holsystem.

Genau das Gegenteil, Quantität vor Qualität wäre die richtige Vorgabe. Recycelt werden kann nur was vorher eingesammelt wurde. Wird die Hälfte von 5 Kg recycelt, dann ist das deutlich weniger als die Hälfte von 30 Kg. Zudem prüfen die Betriebe, die den Plastikmüll im Gelben Sack oder der Gelben Tonne einsammeln, den Inhalt und nehmen falsch gefüllte Säcke gar nicht mit.

Studien, die den Containern  gute Qualität bescheinigen, sind schon längst nicht mehr aktuell.

Das größere Problem beim Recycling sind Verbundstoffe aus mehreren verschweißten Stoffen, die nicht recycelt werden können.

 

Die Firma Heinz am Flughafen hier in München kann nach eigener Auskunft bis zu 63 Prozent des Münchner Plastikabfalls dem Recycling zuführen. Hier ist der eher sortenreine Gewerbeabfall mit dabei. Außerdem, wer sagt, dass Hausmüll nur in die Gelbe Tonne nicht aber in die Container geworfen wird? Die Hemmschwelle ist bei den Containern durch die Anonymität eher noch niedriger. Ein Drittel des Inhalts in den Containern sind Störeinwürfe sagen Branchenkenner übereinstimmend.

Sehr gut zu dieser Diskussion passt die Kritik des Bund Naturschutz. Die Umweltschützer stellen dem AWM ein schlechtes Zeugnis aus und stellen fest, dass die Abfallwirtschaft ihrer Zeit hinterherhinkt. Fallen in Bayern durchschnittlich rund 140 Kg Restmüll an, so sind das in München rund 50 Prozent mehr, also 210 Kg pro Einwohner. Es ist das viele Plastik im Hausmüll, das die Menge im Restmüll ansteigen lässt. Das Bringsystem verhindert eine Mülltrennung. Qualität vor Quantität wird als eine hohle, kontraproduktive Parole entlarvt.

 Dazu die Pressemeldung des BUND Bayern

Verdrehte Fakten

Die Argumente des AWM sind Wunschdenken und haben nichts mit der Realität zu tun. Es sind schlicht Behauptungen und diese werden nicht besser, je häufiger sie wiederholt werden. Wahrheit beginnt immer damit, sich der Wirklichkeit zu stellen. Warum sich der AWM der Wirklichkeit verweigert hat aber einen Grund.

 

Von wegen sortenreiner

Die Gelbe Tonne bzw. der Gelbe Sack funktionieren in anderen Städten sehr gut und der Inhalt der Münchner Container ist nicht sortenreiner als die Gelbe Tonne in den umliegenden Landkreisen. In München sind nach Branchenschätzungen die Plastiksammelbehälter zu etwa einem Drittel mit Müll gefüllt.

 

 

Müllsäcke vor Container

Die kleinen Einwurföffnungen sollen den Einwurf von ganzen Müllsäcken mit verschiedenen Müllarten verhindern, so der AWM. Die Folge ist eben, dass große Müllsäcke auf der Straße landen. Und so genau das Gegenteil erreicht wird.

 

Hygiene

Müllsäcke auf der Straße werden von Kleintieren auf Futtersuche aufgebissen. Mäuse- und Rattenkot enthalten oft Hantaviren. Diese können eingeatmet werden.  Speisereste ob im Container oder auf der Straße stinken, schimmeln und ziehen Ungeziefer an.

 

München verbrennt

Statt Verpackungsmüll zu trennen, verbrennt die Stadt den Plastikabfall zusammen mit dem Restmüll. Das setzt Tonnen an CO2 und Umweltgifte frei.

 

Gerüchte verbreiten

Auch eine Art um Recycling und Nachhaltigkeit zu verhindern, nur um sich den Münchner Verpackungsmüll zu sichern. Werft den Plastikmüll zum Hausmüll, sonst landet er im Meer. Was für ein Unsinn, der ökologisch fragwürdig ist. Ein kleiner wirtschaftlicher Vorteil zum Nachteil der Umwelt.

 

Alibi-Container

Diese Container haben nur den einen Sinn, das Verpackungsgesetz zu unterlaufen und pro forma die Gesetzesauflagen zu erfüllen. Sammelquoten lassen sich damit nicht erfüllen. Schuld an der geringen Sammelmenge soll der Bürger selber haben, weil er einfach nicht trennt. Aber wie soll er das, wenn es gar keine Container in seiner Umgebung gibt.

Diese Container haben eine Alibifunktion und werden mit unrealistischen Argumenten verteidigt. So bleibt der Plastik-Müll beim AWM, trotz anderer Gesetzeslage und kann nicht vom Dualen System sortiert und recycelt werden. Gelbe Tonnen sind über die Lizenzen auf Verpackungen bereits bezahlt. So lassen sich Gebühren für Hausmüll sparen.

Negativ-Beispiel München

 

Stadthygiene und Ästhetik

 

 Gelbe Säcke, die grundsätzlich verunreinigtes Plastik enthalten, ziehen Ungeziefer an: Tiere reißen

Säcke zur Futtererlangung auf. Der Wind verweht Plastiksäcke und Inhalt. Des weiteren sind

gelbe Säcke kein schöner Blickfang und verschönern nicht das Stadtbild. (Aussage AWM)

 

Wohlgemerkt, das ist das Argument des AWM gegen Gelbe Tonnen und für die Container. Genau das ist aber die Kritik an den Containern. Missstände, die sich durch die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack im Holsystem vermeiden lassen. Warum wohl haben sich 95 Prozent der Kommunen in ganz Deutschland für das Holsystem und die Gelbe Tonne entschieden? Genau: Für eine optimierte Sammelmenge und um den stinkenden Müll von der Straße zu holen und hygienische Gefahrenquellen durch Bakterien und Viren von Mäuse- und Rattenkot zu vermeiden.

Platz für eine Gelbe Tonne ist auch in der Innenstadt vorhanden. Einfach eine graue Tonne gegen eine gelbe tauschen und dabei lassen sich sogar Müllgebühren sparen. Denn Plastikmüll wird kostenlos entsorgt.

 

Plastik landet im Meer

 

 Der Verpackungsmüll des Dualen Systems landet an den Stränden in Asien oder im Meer. Da ist es besser das Plastik gleich in der  Müllverbrennungsanlage zu entsorgen und Energie zu produzieren.

 

Dieses Gerücht streut der AWM  unterschwellig, sei es auf einer Informationsveranstaltung des AWM, im Münchner Wochenblatt oder beim Stadtratshearing im November 2019. Alle kennen diese Bilder von verschmutzten Meeren und nur gerne fallen viele darauf herein, dass das Duale System daran beteiligt sein könnte. Nun werden die Dualen Systeme aber engmaschig überprüft und entsprechende Kontrollen verhindern gerade illegale Exporte oder Entsorgungswege. Die Gewerbeabfallverordnung ist dagegen lasch im Vollzug und eher dort sind mögliche Unregelmäßigkeiten zu suchen. Im Dualen System wird jede Tonne genau dokumentiert und überprüft. Es ist ein billiges und äußerst fragwürdiges Verhalten gegen besseres Wissen hier diese Gerüchte zu streuen. Der Zweck ist klar. Mit allen Mitteln soll ein Holssystem für Plastikmüll verhindert werden. Hier ein Faktencheck!

 

Zwei Zitate der Kommunalreferentin Kristina Frank aus der BR3-Fernsehsendung vom 28.6.2020

 

Wie schlecht die Münchner, die nicht zum Container gehen, den Müll trennen, sieht man am Restmüll: Darin finden sich laut Stadt 10 Prozent Altpapier und Kartonagen und 40 Prozent sind organischer Abfall, der eigentlich in die Bio-Tonne gehört. Die Münchner könnten schon jetzt 50 Prozent des Restmülls bequem daheim aussortieren, sagt die Kommunalreferentin. Deshalb glaubt sie nicht, dass der gelbe Sack wirklich etwas ändern würde.

 

Vielleicht ist aber auch der nächste Container einfach sehr weit weg und ständig voll (siehe Karte der Wertstoff-Container). Vielleicht funktionieren Container in einer Großstadt gar nicht (da sind sich die Experten einig).  Ob vielleicht nicht die Münchner, sondern das System verbesserungswürdig ist?

München ist die einzige größere Stadt in ganz Deutschland die am Bringsystem festhält, obwohl die Bilanz verheerend ist und dies so zu Müllvandalismus führt. Der Slogan » München ist reich, aber schmutzig« beschreibt die Situation sehr gut und treffend. Zumal der AWM bei Veranstaltungen immer wieder durchklingen lässt, dass es besser sei den Müll zu verbrennen, als zu trennen und zu recyceln. Statt der Schelte an die Münchner wäre es möglicherweise besser, sich an die eigene Nase zu fassen.

 

Wenn man den Müll bei den Münchnerinnen und Münchnern vor der Haustüre abhole, müssten zum Beispiel viel mehr LKW durch die Stadt fahren und die Luft mit ihren Dieselabgasen belasten.

 

Da der größte Teil des Verpackungsmülls derzeit zusammen mit dem Hausmüll verbrannt wird, entstehen 75 000 Tonnen zusätzlich CO2, das entspricht etwa 309 Milliarden gefahrenen Kilometern mit einem Diesel-PKW (Angaben, Duales System). Da viele Bürger ihren Verpackungsmüll mit dem Auto zur Entsorgung fahren, entstehen auch hier individuell sehr viel Abgase und Feinstaub.

Und wie wäre es mal mit einem elektrobetriebenen Abhol-LKW als lösungsorientiertem Vorschlag? Das richtige Signal für einen ökologischen und nachhaltigen Umgang mit dem Plastikmüll.

Was schreibt die Lokalpresse zum Münchner Müllproblem?

Gegenfrage, lesen die Stadtpolitiker keine Zeitung?

Lokalpresse ist sich einig

In der Vergangenheit, gab es etliche gute Geschichten zum Münchner Müllproblem zu lesen.

Mit den Informationen hier, ist es sehr gut möglich zu unterscheiden, was Verlautbarungsberichte sind, die dem Politikern nach dem Mund reden und welche Journalisten sich wirklich kritisch mit der Situation auseinandergesetzt haben.

 

Wenige Geschichten  berichten darüber, dass in München zum weitaus größten Teil der Plastikmüll zusammen mit dem Hausmüll in der Müllverbrennungsanlage verbrannt werden. Obwohl es dem AWM bekannt ist, dass über die Münchner Container gerade 15 Prozent des Bundesdurchschnittes eingesammelt werden. Und dabei ist der Gewerbeabfall, der direkt bei den Betrieben abgeholt wird, bereits mit dabei.

 

Über das vom Stadtrat beschlossene Containersystem landen nur 5,6 Kg Verpackungsmüll beim Dualen System, wovon etwas mehr als die Hälfte recycelt wird. Der Rest landet so in der grauen Tonne und die Stadt bekommt so den Löwenanteil am Verpackungsmüll, um diesen zu verbrennen.  Statista nennt rund 39 Kg Verpackungsmüll, der pro Kopf in Deutschland jährlich anfällt.

 

Es scheint einen Kampf darum zu geben, wer den thermisch gut zu verwertenden Verpackungsmüll bekommt, das Duale System oder die Stadt und der AWM. Leidtragende sind die Bürger, zu aller erst die Anwohner, die sich nur schlecht wehren können und dann sozial engagierte Bürger, die es nicht fassen können, wie der viele Müll inklusive Sperrmüll auf die Straße kommt. Es ist einfach so, viele Bürger interpretieren im Eigennutz die Container als Müllsammelplätze. Wundert das jemanden?

Klicken und wundern

Es stinkt zum Himmel und jeder weiß es, aber es ist vor allem der AWM und die Stadt, die bei einer Verbesserung der Situation blockieren.

Der AWM fährt in seinen Verlautbarungen eher eine widersinnige Doppelstrategie. Zum einen Müll vermeiden und Müll trennen, aber zum anderen Verpackungsmüll kann auch über den Hausmüll entsorgt werden. Hinter den Ökothesen steckt das handfeste Interesse am Plastikmüll. Recherchieren Sie selbst. In jedem zweiten Protokoll der Bezirksversammlungen geht es in einem Punkt um die Wertstoffinseln.

In den Wochenzeitschriften erscheinen regelmäßig Berichte von Bürgern, die sich über den Müll auf der Straße beschweren sowie die Lärmbelästigung durch Flascheneinwürfe rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche beklagen. Meistens richten sich diese Anwürfe gegen die Betreiberfirmen der Container.

Aber wer hat beschlossen Container an die Straße zu stellen? Die Stadt München und Ihre Politiker selbst.

Diese Artikel finden sich unter dem Stichwort Wertstoffinseln in der Hallo München

 

Und im Münchner Wochenanzeiger zeigt sich das gleiche Bild. Die Bürger sind über das Problem genervt und wünschen sich eine Lösung. Leider bleiben der AWM und die Stadtpolitiker beim Müll uneins und die Sachlage wird gelegentlich mit einer publikumsträchtigen Eröffnung eines Unterflur-Containers für Hausmüll angesprochen. »Schaut wir tun was!« Das verspricht schöne Bilder, aber das Problem wird nur verteilt, ebenso wie bei der scheinbar engagierten Forderung nach mehr Containern. Auch vor Unterflurcontainern wird Müll abgeladen. Mehr  Container bedeuten schlicht eine Verteilung von mehr Müll auf der Straße an mehr Plätzen. Außerdem, weder der AWM, noch das Duale System finanzieren Unterflur-Container.

In der Innenstadt gibt es keine Container

Warum sieht die Stadt nicht ein, dass dieses Müllsystem so nicht funktioniert?

Rund 1000 Wertstoffinseln, wie die Müllcontainer beschönigend genannt werden, sind über die Stadt verteilt. An den meisten Standorten gibt es Beschwerden, wird Müll abgeladen, Hausmüll  entsorgt, und rund um die Uhr klirrt es an den ungedämmten Flaschencontainern.

Beschlossen hat dieses Sammelsystem die Stadt, obwohl das Duale System den Verpackungsmüll auch kostenlos an der Haustüre abholen würde und obwohl die Flaschencontainer auch an Lärmschutzbedingungen gebunden sind und deshalb nur an geeigneten Plätzen aufgestellt werden dürften, mit  entsprechender Schallschutz-Vorkehrung.

 

 

 

Der Klick auf den Kartenausschnitt des geoportal Münchens gibt den Blick frei auf die Verteilung der Müllcontainer in der ganzen Stadt.

Der Kartenausschnitt zeigt es. Die orangen Punkte symbolisieren die Verteilung der Sammel-Container des Dualen Systems. In der Altstadt, im Lehel, im Museums- und Klinikviertel, in weiten Teilen von Bogenhausen und im Herzogpark fehlen diese Wertstoffinseln großflächig. Zufall, dass dies die vornehmen Viertel von München sind?

Offizielle Auskunft des Kommunalreferats ist es, dass die Bebauung dort so verdichtet sei, dass eine Aufstellung nicht möglich ist.

Und was machen die Bürger in diesen Vierteln? Es ist zu vermuten, dass diese den Plastikmüll in den Hausmüll werfen und die Flaschen mit dem Auto am Wochenende zu den Containern in der Vorstadt fahren. Gerne auch am Sonntag, wie Anwohner bestätigen können. Die Container in Laufnähe sollten Verkehr nach Ansicht des AWM vermindern und provozieren genau das Gegenteil. Sie erzeugen ein großes Verkehrsaufkommen, aber leider keine Einsicht beim AWM und der Stadtpolitik.

Das Verpackungsgesetz regelt die Pflicht zum Recycling

Die Münchner Sammelquote  und in der Folge auch die Recyclingquote erfüllen diese Norm nicht

Statt Quote ein Trick

Warum werden Gesetze gemacht, wenn diese nicht eingehalten werden?

Wie immer in solchen Fällen ist es ein Trick.

Zusammen mit ganz Bayern reicht es für München im Durchschnitt gerade so um diese Norm zu erfüllen. In Bayern werden 21 Kg pro Kopf eingesammelt.

 

Diese schlechte Quote im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist so zu erklären, weil München als Schwergewicht in Bayern mit seiner schlechten Quote das Sammelergebnis nach unten zieht. In Bayern wird sonst in allen größeren Kommunen über das Holsystem und die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack der Verpackungsmüll direkt im Haushalt abgeholt. Das funktioniert ohne weitere Probleme, unterstützt die Nachhaltigkeit und es kommt der Natur zu Gute, wenn ohne zusätzliche CO2- Belastung, wie beim Verbrennen, der Kunststoff dem Recycling zugeführt wird.

§§§ Das Verpackungsgesetz zum Nachlesen §§§

In Paragraf 22 Absatz 2 steht, dass die Stadt

1. die Art des Sammelsystems entweder Holsystem oder Bringsystem oder eine Kombination festlegt.

2. die Art und Größe der Sammelbehälter

3. die Häufigkeit und den Zeitraum der Behälterleerung.

 

Quotenvorgaben

Ab 2019  gilt, dass von der gesamten lizenzierten Menge an Kunststoffen (werkstoffliche Verwertung) insgesamt 58,5 Prozent recycelt werden müssen.

Ab 2022 steigt die Quote auf 63 Prozent.

Bei einer Sammelmenge von 5,6 Kg in München im Vergleich zu rund 39 Kg anfallendem Verpackungsmüll in Deutschland ist unschwer zu erraten, dass diese Quote nicht erfüllt werden kann. Wie lange kommt München noch damit durch, den Verpackungsmüll über den Hausmüll zu verbrennen und den Verbraucher doppelt abzukassieren?

Holsystem ist besser

Wer mehr wissen möchte zum Verpackungsgesetz und zum Dualen System wird im Internet auf einschlägigen Seiten fündig.

Das Umweltbundesamt schreibt:

»Viele Verpackungen landen in Deutschland im Restmüll statt im gelben Sack oder der gelben Tonne – und so zumeist in der Müllverbrennungsanlage statt im Recycling. Das belastet Ressourcen und Klima.«

Die Behörde liefert eine bedenkenswerte Analyse der Sammelsysteme. Klares Fazit: ökologisch und ökonomisch können Wertstoffcontainer nicht empfohlen werden. Besser sind Holsysteme. Ohne die Aspekte Hygiene und Schmutzbelastung zu betrachten.

Aktuelle Studie, Juni 2020: Holsystem für Gelbe Tonne oder Wertstofftonne ist Standard                ▷

Und warum ändert niemand diese unhaltbaren Zustände?

Gegenfrage, wie lange lassen sich betroffene Anwohner das noch gefallen?

Keiner mag die Container

Ja, warum ärgern sich viele über den Müll auf der Straße, den Lärm und niemand ändert etwas? Die Fakten liegen ja auf dem Tisch.

Die Stadt München und der AWM fühlen sich juristisch sicher. Wer sich nach den Bedingungen für die Standplatzauswahl  erkundigt, landet in einem rechtlich intransparenten Bereich. Mindestens 12 Meter sollen die Flaschencontainer von bewohnten Plätzen, egal ob reines Wohngebiet oder Gewerbeumgebung, entfernt sein und die Standorte sollen verkehrstechnisch ohne Hindernisse erreichbar sein. Eine Zustimmung der Anwohner wird nicht abgefragt.  Lärmemission und unhygienische Missstände, wie Raten, Mäuse oder Ungeziefer und Geruchsbelästigung werden ignoriert. Wer nicht das Glück hat, dass die Container Wanderkröten und seltenen Faltern im Wege stehen, muss als Anwohner mit diesen ungeliebten Plastikkisten leben. Ach ja, der Denkmalschutz mag diese Container auch nicht in unmittelbarer Nähe seiner geschützten historischen Gebäude sehen.

Das rechtliche Gutachten unten fasst das Dilemma ganz gut zusammen, wenn auch der Sinn sich nicht gleich beim ersten Lesen wegen der juristischen Sprache sofort erschließt.

Gutachten der Lärmkontor GmbH zu den Rechtsgrundlagen für das Aufstellung und Betreiben von Altglascontainern

Die TA Lärm, die technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm ist juristische Grundlage wenn es darum geht die Bevölkerung vor unnötigem Lärm zu schützen. Die Münchner Glascontainer sollten demnach lärmgedämmt sein. Sind sie aber nicht. Das Umweltbundesamt beschäftigt sich auf ihrer Website mit dieser Frage. Hier der link zum

 

 

Urteile und Gutachten

Die Gutachten unabhängiger Institute und des Umweltministeriums widersprechen sich. 12 Meter Mindestabstand zu bewohnten Plätzen in reinen Wohngebieten für Flaschencontainer reicht den Gerichten. Das ist ein schlechter Witz für Anwohner und wird der Realität nicht gerecht. Die Hinweise des Umweltministeriums für einen Mindestabstand von 50 Metern sind der Sache schon angemessener.

 

Hygienische Missstände

Stinkender und die Gesundheit gefährdender Abfall sind schon eher ein Grund für eine Verlegung der Plastikabfall-Container. Die Gutachten dazu als Verhandlungsgrundlage, sind aber nicht einfach zu bekommen.

 

Rechtlicher Graubereich

Eine verbindliche positive Regelung für Container im Stadtgebiet gibt es nicht und die vorhanden rechtlichen Regelungen sind schwer anwendbar. Gerechte Urteile fehlen.

Nur eine Abschaffung der Sammelcontainer für Plastik und eine Verlegung der Flaschencontainer an wenig lärmsensible Plätze macht Sinn.

Gerichtsurteile keine Hilfe

Beim Entleeren der Glascontainer haben wir bei 12 Metern Abstand noch eine Lärmemission von 95 db gemessen. Das entspricht der Geräuschkulisse einer Handkreissäge in einem Abstand von einem Meter.

Der Dauerlärm vom Klirren zerberstender Flaschen hat eine eigene Wirkung, die jede Konzentration der Anwohner zerstört. Gerichte werten die Beeinträchtigung durch die Lärmemission aber als nicht ausreichend, um einen Standort zu verlegen. Der vordergründige Wert für die Allgemeinheit wird höher eingestuft, als die Beeinträchtigung des Einzelnen. Dies hat schon manchen Kläger an der Gerechtigkeit zweifeln lassen.

Urteile zum Thema

 

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz hat eine Grundlage zum Schallschutz bei Wertstoffcontainern vorgelegt. Hier werden in einem reinen Wohngebiet Abstände zu  Flaschencontainern von mindestens 50 bis 70 Meter empfohlen.

Diese an sich vernünftigen schalltechnischen Hinweise für die Aufstellung von  Wertstoffcontainern finden im Alltag auf Münchens Straßen leider keine Anwendung.

Hier der link zu dieser Empfehlung

Bayerisches Landesamt für Umwelt

 

Auf der Website des Bayerischen Landesamtes für Umwelt finden sich weiter vielfältige Ausführungen zu Lärmbeeinträchtigungen, ob das ein Fußballplatz oder ein Biergarten ist. Es werden für Anlagen  Lärmbegrenzungen für reine Wohngebiete und Mischgebiete angegeben, die von den Flaschencontainern regelmäßig überschritten werden. Die Müllcontainern werden aber bis auf die oben genannten Hinweise explizit nicht aufgeführt und rechtlich eindeutig geregelt.

Gerichte entscheiden beinahe immer zu Ungunsten der von Containerlärm und Schmutz betroffenen Anwohner.

Was kann man dagegen tun?

Gegenfrage, warum fangen Sie nicht heute damit an?

Öffentlicher Protest

Der Protest gegen die beschönigend Wertstoffinseln genannten Container ist vielfältig. Viele Bürger wollen einfach, dass es funktioniert. Dass die Flaschencontainer geleert werden und dass kein Verpackungsmüll auf der Straße liegt. Dass diese Wertstoffinseln nicht schön sind, ist für alle deutlich.

Anwohner sehen das etwas anders. Flaschencontainer sind für diese Bürger eine ständige Lärmquelle und die Plastikcontainer eine unmittelbare stinkende Gefahr für die Gesundheit direkt vor der Haustür. Der zusätzliche Autoverkehr zu den Container ist ebenso ein Ärgernis, wie Bürger, die sich nicht an die Regeln halten. Sie fühlen sich alleingelassen und als die Leidtragenden. Das ist nachvollziehbar.

Realität ist es, dass dort wo die Container aufgestellt werden, Müll abgeladen wird und das rund um die Uhr. Die Regeln werden nicht überprüft und also auch nicht eingehalten. Es klirren Flaschen und Müllsäcke, die nicht in die Öffnung passen oder weil der Container voll ist, werden auf der Straße abgestellt. Daran können auch Remondis oder Wittmann nichts ändern. Ob diese das wollen, ist eine zweite und untergeordnete Frage. Die Unternehmen haben schon genug damit zu tun, die Spuren von Müllvandalismus immer wieder kostspielig zu  beseitigen. Was übrigens von Ihren Lizenzgebühren auf Verpackungen bezahlt wird.

 

Man kann sich also bei den Betreibern beschweren, dass Müll auf der Straße liegt oder beim Bezirksausschuss die Missstände dokumentieren. Grundsätzlich ändern wird sich nichts am Problem.

Wer gut verhandelt und mit Hygiene, Umweltschutz oder Lärmschutz und einer besonders lärmempfindlichen, schützenswerten Situation argumentiert, schafft vielleicht eine Verlegung der Container. Manche probieren es auch mit Anarchie oder politischen Kontakten. Für Anwohner ist das ein großer Sieg, für die allgemeine Situation nur eine örtliche Verlagerung des klirrenden, stinkenden und unästhetischen Problems.

Politisch handeln

Ändern werden wir die Situation nur, wenn wir es schaffen die Stadtpolitiker zur Einsicht zu bewegen. Fragen Sie nach, welche Politiker hier eine Veränderung möchten und sich dazu auch verpflichten. Anteilnahme genügt hier nicht. Öffentliche Bekenntnisse sind besser. Andere Politiker sind für uns nicht wählbar.

Stellen Sie dazu Anträge im Bezirksausschuss, schreiben Sie Leserbriefe an die Tages- und Wochenzeitungen, mobilisieren Sie zum Thema auf nebenan.de, sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, sammeln Sie Sympathisanten und Mitstreiter und überlegen Sie eine Unterschriftenaktion oder auch mal eine Demonstration - irgendwann ist Corona auch vorbei. Jede persönliche Initiative ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es gibt hier keinen Chef oder ideologischen Leiter. Das Parteibuch interessiert hier niemanden, nur Einsicht und der Wunsch endlich etwas zu verändern, vereint uns.

 

Kontakt

Schreiben Sie mir von Ihren Aktionen und Absichten und über die Situation an Ihrem Müllstandort an diese  E-Mail-Adresse muell-muenchen@gmx.de. Ausgewählte Bilder veröffentlichen wir hier auf der Website. Werden Sie Teil von muell-muenchen.de

In unregelmäßigen Abständen informieren wir über den Stand und inspirieren uns gegenseitig zu unserem Protest und den Möglichkeiten, die Situation zu ändern.

 

Bei politischen Veranstaltungen können wir die Termine hier bekannt machen und uns  unterstützen.

Und vor allem schreiben Sie Ihre Meinung und Ihre Kommentare. Wir prüfen und veröffentlichen die Beiträge hier oder leiten diese direkt an alle Mitglieder der Initiative weiter, um den Protest gegen das Müll-Chaos in München anzustoßen.

 

Ihr Muell-Muenchen

Jetzt sind Sie dran!

Die Umstände werden nur besser, wenn sich viele engagieren und wenn wir mit besseren Argumenten überzeugen können. Das geht nur, wenn wir uns in der politischen Debatte einmischen und die Öffentlichkeit mobilisieren.

 

Wir fordern

Weg mit den Verpackungscontainern und stattdessen ein Holsystem. Damit der Müll von der Straße verschwindet.

Flaschencontainer raus aus reinen Wohngebieten nur noch in Gewerbe-Mischgebieten und nur an wenig lärmempfindlichen Plätzen mit mindesten 50 bis 70 Meter Abstand zu Wohngebäuden aufstellen.

Flaschencontainer müssen effizient schallgedämmt werden.

Ja, wir sind auch für »Zero Waste – Null Müll« und weniger Verpackungsmüll und wollen dass Glas eingesammelt wird, wo es auch verkauft wird.

 

Unterschriftenliste

Sie wollen Unterschriften sammeln? Hier eine Vorlage. Nutzen Sie diese für Ihre Initiative und mailen Sie uns eine Kopie.

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